Sonntag, Mai 20, 2012

akronsymbol 







Shutter Island
Originaltitel: Shutter Island, 2010
Regie: Martin Scorsese

Sind wir wirklich das, was wir zu sein glauben? Der düstere, aber spannende Film bearbeitet auf geniale Weise diese Frage und deckt gleichzeitig auf, dass wir alle die Schöpfer unserer eigenen Realität sind.

Handlung: Ein Marshall und sein Partner haben von der Regierung den Auftrag erhalten, eine entlaufene Patientin aus einer abgelegenen Nervenheilanstalt für unberechenbare Schwerverbrecher wieder zu finden. Von Anfang an misstrauen beide den Ärzten, denen sie eine gewisse Mitwisserschaft bei den seltsamen Ereignissen auf "Shutter Island" zutrauen. Dabei reiht sich ein seltsames Ereignis ans andere und enthüllt Zusammenhänge, die aus Sicht des Marshalls auf eine riesige Verschwörung hindeuten. Bilder der eigenen traumatischen Vergangenheit verschmelzen mit der Wirklichkeit, bis völlig unklar ist, welche Begebenheiten aus dem paranoiden und gepeinigten Verstand des Marshalls resultieren und welche der „Wahrheit“ entsprechen. Der ehemalige Soldat war bei der Befreiung der Opfer in den deutschen Konzentrationslagern dabei und wird seither von den Bildern der Leichenberge heimgesucht. Aus diesem Alptraum folgt ihm die Leiche eines kleinen Mädchens, das ihm vorwirft, ihren Tod nicht verhindert zu haben. Zugleich wird er in visionären Rückerinnerungen beständig von seiner toten Frau "besucht", die bei einem Hausbrand umgekommen war und die ihm jetzt vorwirft, sie nicht gehen lassen zu wollen.

Fazit: Wie ein roter Faden führen die Puzzlestücke, die der Held in seiner Erinnerung zusammenträgt, schließlich zur überraschenden Auflösung dieses dramaturgischen Seelenquiz’, der sich in einem sehr ergreifenden Aha-Erlebnis wie ein riesiger Erkenntnisschock vor Hauptdarsteller wie Betrachter auftut.

Phaedra

Jüngster Eintrag